Wenn wir ein neues Brandmeldesystem planen, ist die Frage der Zentrale entscheidend. Für den Großteil unserer Brandmeldeprojekte setzen wir auf Brandmeldezentralen von LST (Labor Strauss Technik) – einem deutschen Hersteller, dessen Plattform in der Praxis eine Eigenschaft mitbringt, die für uns und unsere Kunden einen konkreten Mehrwert bedeutet: Multi-Protokoll-Fähigkeit.
LST Labor Strauss Technik ist ein deutscher Hersteller von Brandmeldezentralen und -systemen. Wir arbeiten mit den Zentralen der Serien MB Secure, MB 561 und MB Classic sowie mit den Buskommunikationsbaugruppen BC 600 und BC 216. Die Plattform ist skalierbar – von kleinen Einzelobjekten mit wenigen Meldern bis zu vernetzten Großanlagen mit mehreren Zentralen und Tausenden von Teilnehmern.
Die meisten Brandmeldezentralen sind für ein bestimmtes Melderprotokoll ausgelegt. Wer Melder eines anderen Herstellers einsetzt, braucht entweder eine andere Zentrale oder spezielle Adapter. LST-Zentralen unterstützen dagegen mehrere Melderprotokolle auf derselben Anlage:
Das bedeutet: Wir können für jeden Bereich eines Objekts das Melderprotokoll wählen, das die beste Lösung für die jeweilige Überwachungsaufgabe bietet – alles auf einer gemeinsamen Zentrale.
Unterschiedliche Bereiche eines Gebäudes haben unterschiedliche Anforderungen. Ein Serverraum erfordert eine andere Detektionsstrategie als ein Lagerbereich mit Staubentwicklung, ein Büroflur oder eine Produktionshalle mit Temperaturschwankungen. Jedes Melderprotokoll bringt spezifische Melder und Detektionscharakteristika mit. Die Multi-Protokoll-Fähigkeit der LST-Plattform ermöglicht es uns, für jeden Bereich gezielt das passende System einzusetzen – ohne Kompromisse und ohne Mehraufwand bei Planung oder Inbetriebnahme.
Ein konkretes Beispiel: Der Mehrkriterienmelder System Sensor 22051TLEI – einsetzbar im System Sensor-Protokoll innerhalb einer LST-Anlage – kombiniert optische Rauchdetektion, thermische Überwachung und IR-Branderkennung in einem Gerät. Für sensible Bereiche wie Krankenhäuser, Serverräume oder Technikzentralen ist er eine der präzisesten Lösungen, die derzeit verfügbar sind.
Ringtechnik, Zentralenvernetzung und Redundanzbaugruppen sorgen für hohe Ausfallsicherheit – auch bei großen Überwachungsumfängen. Die Anlage kann mit dem Objekt wachsen: Neue Bereiche werden normkonform integriert, ohne die bestehende Infrastruktur zu ersetzen.
Für die Inbetriebnahme und Entstörung von System Sensor-Primärleitungen innerhalb von LST-Anlagen setzen wir das spezialisierte Prüfgerät POL 100 ein. Es ermöglicht die gezielte Identifikation einzelner Teilnehmer auf dem Ring und die schnelle Fehlerlokalisation – deutlich effizienter als manuelle Abschnittsprüfungen.
Alle LST-Brandmeldeanlagen planen und errichten wir nach DIN 14675 – der Norm, die Planung, Installation, Inbetriebnahme und Instandhaltung von Brandmeldeanlagen in Deutschland regelt. Als VdS-anerkannter Fachbetrieb mit DIN-14675-Zertifizierung sind alle Projektphasen von der ersten Begehung bis zur Abnahme normkonform dokumentiert.
Die Multi-Protokoll-Fähigkeit der LST-Plattform ist kein technisches Detail für Fachleute – sie ist ein konkreter Vorteil für Betreiber: optimale Detektionslösung für jeden Bereich, keine Abhängigkeit von einem einzigen Melderhersteller, und eine Zentrale, die mit dem Objekt wachsen kann.