Am 28.08.2026 hat einer unserer Monteure am Schulungszentrum von Zapp-Zimmermann in Köln-Chorweiler an einer Schulung zum Thema Brandschotts teilgenommen. Ein Termin, der zeigt, dass Weiterbildung bei uns nicht bei der eigentlichen Sicherheitstechnik endet, sondern auch die baulichen Schnittstellen einschließt, die bei jeder Installation entstehen.
Jede Brandmelde-, Einbruchmelde- oder Zutrittskontrollanlage braucht Kabel, die durch Wände und Decken geführt werden. Sobald diese Bauteile eine Brandschutzfunktion haben – also als Brandabschnittsgrenze klassifiziert sind – entsteht durch jede Durchführung eine potenzielle Schwachstelle. Ein Kabel, ein Rohr oder ein Kombi-Paket aus mehreren Leitungen, das ungeschützt durch eine solche Wand geführt wird, hebt deren Feuerwiderstand faktisch auf. Deshalb muss jede Durchführung nach der Installation wieder auf das ursprüngliche Schutzniveau der Wand gebracht werden – mit einem geprüften und zugelassenen Abschottungssystem.
Für uns als Errichter von Sicherheitstechnik heißt das: Überall dort, wo unsere Kabel Brandabschnittsgrenzen queren, tragen wir Mitverantwortung dafür, dass der bauliche Brandschutz des Gebäudes nicht beeinträchtigt wird.
Der Teilnehmerkreis war bewusst klein gehalten, sodass auch auf einzelne Detailfragen eingegangen werden konnte. Inhaltlich ging es unter anderem um:
Ein Brandschott ist keine Ermessensfrage. Leitungsanlagen, die Brandwände oder brandschutztechnisch relevante Bauteile durchdringen, müssen in ihrem Feuerwiderstand der durchdrungenen Wand entsprechen – umgesetzt über Kabel- oder Kombiabschottungen mit entsprechender Zulassung. Wird ein Schott nach der Kabelmontage falsch ausgeführt oder gar nicht wieder verschlossen, entsteht eine offene Schwachstelle im Brandabschnitt. Wer die Durchdringung verursacht hat, trägt dafür Verantwortung – bei Installationsarbeiten also in erster Linie der ausführende Betrieb, nicht allein der Betreiber der Anlage. Fundiertes Wissen über Materialauswahl, Montage und Dokumentation ist für uns deshalb Teil der Sorgfaltspflicht bei jedem Projekt, das Kabeldurchführungen durch Brandabschnitte erfordert.
Der Showroom bei Zapp-Zimmermann ist wie ein Messestand aufgebaut: komplette Schottsysteme im Aufschnitt, sodass sich der reale Aufbau hinter Wand und Decke direkt nachvollziehen lässt. Das war hilfreich, denn die Qualität eines Brandschotts entscheidet sich vor allem in der Ausführung. Auch ein hochwertiges, zugelassenes System schützt nur dann zuverlässig, wenn Kabelabschottung, Fugendichtung und Manschetten sauber verarbeitet sind – eine Einschätzung, die sich im Austausch mit den Teilnehmern anderer Branchen im Kurs bestätigt hat.
Unsere Techniker bilden sich nicht nur bei Brandmelde-, Einbruchmelde- und Zutrittstechnik regelmäßig weiter, sondern auch bei den baulichen Schnittstellen, die durch unsere Installationen entstehen. Wer bei uns eine sicherheitstechnische Anlage plant, kann sich darauf verlassen, dass Kabeldurchführungen durch Brandabschnitte nicht zur offenen Flanke im Brandschutzkonzept werden. Fragen zu einer geplanten Installation und den dafür notwendigen Abschottungen? Sprechen Sie uns an.