Photovoltaikanlagen bekommen immer öfter einen Batteriespeicher. Die Speicher werden zahlreicher und größer – nicht nur im Einfamilienhaus, sondern auch in Gewerbebetrieben, Pflege- und Sozialeinrichtungen und öffentlichen Gebäuden.
So auch bei einem unserer Kunden, einer sozialen Einrichtung. Ein Solar-Fachbetrieb hat dort einen Lithium-Ionen-Speicher in einem eigenen Raum im Gebäude aufgebaut. Der Betreiber wollte mehr: Ein Problem am Speicher soll früh erkannt und gemeldet werden – auch nachts und am Wochenende, wenn niemand vor Ort ist.
Lithium-Ionen-Speicher sind sicher, solange sie im zulässigen Temperaturbereich und ohne Zelldefekt arbeiten. Gefährlich wird ein Zellfehler, der in ein thermisches Durchgehen (Thermal Runaway) übergeht. Die Zelle erhitzt sich dabei selbst, steckt Nachbarzellen an und kann einen schwer löschbaren Brand verursachen.
Ein solcher Fehler passiert aber nicht schlagartig. Er läuft in Phasen ab:
Ein klassischer Rauchmelder reagiert erst in der letzten Phase. Die entscheidende Zeit liegt davor.
Unser Konzept nutzt drei Meldertypen – jeder für eine andere Phase eines Batteriefehlers.
Der Gasmelder ist die früheste Stufe. Er erkennt die Elektrolytdämpfe einer einzelnen defekten Zelle, bevor Wärme oder Rauch entstehen. Zusätzlich erkennt er Wasserstoff.
Wichtig: Der Melder arbeitet unabhängig vom Batteriemanagement des Speichers. Damit gibt es eine zweite, eigenständige Überwachung. Er ist kalibrierungsfrei, hat eine Lebensdauer von über 10 Jahren und lässt sich mit einem einfachen Begasungstest prüfen.
Der Temperaturmelder misst direkt am Speicher. Er meldet zwei Dinge: wenn ein Grenzwert überschritten wird und wenn die Temperatur ungewöhnlich schnell ansteigt.
Ein Multisensor erkennt einen Brand nach den Normen für Brandmelder (EN 54-7 für Rauchmelder, EN 54-5 für Wärmemelder).
Alle Melder laufen in einer Gefahrenmeldezentrale zusammen.
Eine frühe Erkennung bringt nur etwas, wenn die Meldung auch ankommt. Deshalb gibt es mehrere Meldewege:
Dazu kommen:
Uns ist eine klare Einordnung wichtig:
Ob eine solche Überwachung Auswirkungen auf Versicherung oder Auflagen hat, klären Sie bitte direkt mit Ihrem Versicherer bzw. der zuständigen Behörde.
Auch Solar-Fachbetriebe sprechen wir an: Sie liefern und bauen den Speicher, wir übernehmen die Überwachung. So bekommt Ihr Kunde beides abgestimmt.
Ein Batteriespeicher im Gebäude kündigt einen Zellfehler an – lange bevor Rauch entsteht. Wer nur einen Rauchmelder installiert, verschenkt diese Zeit. Mit Gaserkennung, Temperaturüberwachung und Rauchmelder in einer Zentrale und mehreren Meldewegen erfahren Sie früh von einem Problem – auch wenn niemand vor Ort ist.
Wir beraten Sie gern und schauen uns Ihren Speicherraum vor Ort an.
Sprechen Sie uns an:
Telefon: 02662 96540 0
E-Mail: info@sicherheitstechnik-hilger.de
Adresse: Leystraße 5, 57629 Luckenbach